Polizei weist Vorwürfe zurück

Die thailändische Polizei hat den Vorwurf, dass sie Beweise im Mordfall an zwei britischen Touristen auf Koh Tao manipuliert habe, zurückgewiesen. Kommentatoren in sozialen Netzwerken beschuldigten die Polizei, die beiden burmesischen Arbeiter Saw und Win lediglich als „Sündenböcke“ zu benutzen. Dieser Vorwurf sei aber falsch, so die Polizei.

Gefundene Mobiltelefone
Quelle: Khaosod

Vergangene Woche sei bei einer Durchsuchung der Wohnung eines der Verdächtigen das Mobil­telefon von Hannah Witheridge (eines der Mordopfer) gefunden worden. Skeptiker verbreiteten daraufhin ein Foto, das kurz vor dem Verbrechen aufgenommen wurde, welches das Mordopfer mit dem Telefon zeigt. Ein anderes Foto beweise aber, dass ein Freund von Hannah dieses Telefon der Polizei übergeben habe. Folglich könne es unmöglich bei einer Durchsuchung gefunden worden sein.

Polizei Oberst Prachum Ruengthong, ein leitender Offizier auf Koh Tao, äusserte sich dahingehend, dass es sich dabei um ein Miss­ver­ständnis handele. Das Telefon, das die Polizei bei der Durchsuchung entdeckt habe, sei das von David Miller (männliches Mordopfer) gewesen und nicht das von Hannah Witheridge.

Das Telefon von Witheridge sei zusammen mit einem iPad und einer Digitalkamera der Familie des Opfers zurückgegeben worden, so der Oberst, und zwar bereits am 18. September 2014. Ein Beamter der britischen Botschaft sei Zeuge dieses Vorgangs gewesen, dieser Beamte habe auch eine Aktennotiz unterschrieben.

Saw und Win, die beiden burmesichen Verdächtigen, sind unterdessen offiziell wegen vorsätzlichem Mord, Vergewaltigung und Diebstahl angeklagt worden. Die Angeklagten befinden sich derzeit im Provinzgefängnis von Koh Samui, wo sie auf die Gerichtsverhandlung warten, fügte der Oberst hinzu.

Quelle: Khaosod English