Die Morde auf Koh Tao in Thailand

Ko Tao im Golf von Thailand
Quelle: Google Maps

Die Welt schaut auf das kleine Koh Tao, eine 21 km2 große Insel im Golf von Thai­land. Zwei junge britische Urlauber wurden brutal ermordet. Von Bemüh­ungen die vermeiden könnten, dass so etwas weiteren Opfern passiert, liest man höchst selten etwas. Die Regenbogenpresse weidet sich lieber an der Sensation, gibt der thailändischen Polizei die Schuld und sieht die Lösung darin, Thailand künftig als Urlaubsziel zu meiden. Ist das eine Lösung? Man tut so als ob Morde in anderen Urlaubsländern nicht passieren würden. Solange, bis sie geschehen. Dann geht die Show auf’s Neue los.

Man muß Thailand nicht mögen, wirklich nicht. Man muß es aber auch nicht hassen, ignorieren wäre dann aber die weitaus bessere Alternative.

Zwei Gruppen sind hauptsächlich an der „Aufklärung“ des Verbrechens beteiligt. Die sensationsgeilen „Journalisten“ (sprich freiberuflichen Blogger), denen die Opfer weitgehend egal sind und die sofort die nächste Sau durch’s Dorf treiben würden, wenn sie nur mehr Klicks verspräche; und Privatleute die, aus welchem Grund auch immer, keine Gelegenheit auslassen, irgend etwas Negatives über Thailand verbreiten zu können.

Die Einen werden gebraucht, damit die Anderen ihre Story haben. Sie ergänzen sich vorzüglich. Ein Teufelskreis. Die Verlogenheit und Heuchelei mit der dabei zuweilen gearbeitet wird, schadet den Opfern und ihren Familien weit mehr, als wenn ausschließlich nachweisbare Fakten berichtet würden.

Was dabei auf der Strecke bleibt ist Vorbeugung und Aufklärung gerade von jungen Urlaubern. Nicht alles was wie ein Paradies aussieht, ist auch eins. Jedes überlaufene Touristenziel ist zugleich eine Brutstätte für Kriminalität mit ihren zahlreichen Facetten. Es geht um Geld, sonst würde die Destination nicht existieren. Ein junger Mensch vergisst im Überschwang seiner Urlaubsstimmung oft schnell, dass man sich in fernen Ländern meist anders benehmen muß als zuhause. Auch die Spaßgesellschaft landet oft auf dem Boden der Realität.

Das alles rechtfertigt niemals Straftaten und schon gar nicht einen Mord. Es ist aber genau so wenig gerecht­fertigt, gleich ein ganzes Land, eine Regierung oder gar die vermeintlich „raffgierige“ Bevölkerung dafür verant­wortlich zu machen. Niemand toleriert einen Mord, auch in Thailand nicht.

Noch weniger gerechtfertigt ist es indes, solche Verbrechen für politische Agitation zu benutzen. Das, so meine ich, geschieht aber leider häufig. Nicht so sehr von ausländischen Medien, sondern eigenartigerweise von hier lebenden Ausländern. Das ist die wahre Verhöhnung der Opfer. Man benutzt sie als Mittel zum Zweck. Dieser Doppelmord wurde weder von der Junta in Thailand begünstigt oder gar erst möglich gemacht, noch wäre er unter einem anderen Regime automatisch nicht geschehen.

Die Fakten chronologisch

  • Die Bevölkerung von Koh Tao besteht aus drei Gruppen. Thais, denen die Tourismus-Betriebe entweder gehören oder in den denen sie arbeiten, Expats, die im Wesentlichen der Tauch-Szene angehören und Burmesen, welche die arbeitsintensiven Tätigkeiten (Bau- und sonstige körperlich schwere Arbeit) verrichten.1 Man kann also von einer recht hohen Anzahl burmesicher Arbeiter auf Koh Tao ausgehen.2
  • In der Nacht zum Montag, 15. September 2014, werden zwei britische Touristen, eine Frau und ein Mann, an der Sairee Beach ermordet aufgefunden. Sie reisten getrennt an und trafen sich erst später auf der Insel. Drei zunächst verdächtige Burmesen werden entlastet. Regierungschef Prayuth Chan-ocha befiehlt der Polizei, den Fall schnell zu lösen.34
  • Ein „asiatisch aussehender“ Mann wird gesucht, der auf dem Video einer Überwachungskamera zu sehen ist. Bereits an diesem Tage gibt es die Aussage, dass drei burmesische Arbeiter in der Nähe des Tatorts gesehen wurden. Sechs burmesische Arbeiter werden festgenommen aber wieder freigelassen, weil ihnen nichts nachzuweisen ist.5
  • Ein britischer Rucksacktourist wird festgenommen.6 Er wird am nächsten Tag wieder freigelassen, weil der DNA-Test negativ war.7
  • Ein 23jähriger Thai wird wegen eines anderen Vergehens festgenommen, zwei seiner Freunde werden gesucht.8 Der Verdacht erhärtet sich nicht, die DNA-Tests sind neagtiv.
  • Der thailändische Regierungchef wird wegen seines „Bikini-Kommentars“ kritisiert.9
  • Es erfolgen drei Festnahmen. Ein burmesischer Arbeiter gesteht das Verbrechen.10 Anschließend gestehen alle drei.
  • Die thailändische Polizei stellt das Verbrechen mit den drei Beschuldigten nach.11 Das nimmt die Regen­bogen­presse kurz darauf zum Anlass, von einem „Theater“ zu sprechen. Dieses Vorgehen ist aber ganz normal und wird bei jedem Verbrechen in Thailand praktiziert. Man mag dazu stehen wie man will, es ist einfach so.
  • Manche Menschen sind mit dem Ergebnis der Ermittlungen nicht „einverstanden“. Was zur Folge hat, dass sofort Verschwörungstheorien geboren werden.1213 Die Festgenommenen gestehen die Tat, danach veranstaltet die thailändische Polizei obiges „Theater“. Mit hunderten von Zuschauern und vielen Jour­na­listen. Aber die angeblich „mit kochendem Wasser übergossenen“ Zeugen schweigen, von Verbrühungen ist bei niemandem etwas zu sehen. Erst wenn alle wieder zuhause sind, brodelt die Gerüchteküche. Das ist nicht nur seltsam sondern auch recht fadenscheinig.
  • Die Verdächtigen widerrufen ihr Geständnis und behaupten es sei unter Folter erpresst worden.14
  • Die Staatsanwaltschaft in Surat Thani gibt den Untersuchungsbericht an die Polizei zurück und fordert Nachbesserung.15

Die „Besserwisser“ und „Berufs-Thailand-Kritiker“

Die mutmasslichen Täter
Koh Tao Morde: Die mutmasslichen Täter

Alle Verschwörungstheorien gleichen sich in einem Punkt: Jeglicher Versuch, sie zu widerlegen, wird nur als weiterer Beweis der Verschwörung angesehen. Folglich können die armen Thai-Behörden nun machen, was sie wollen, sie machen es auf jeden Fall falsch:

  • Die DNA-Tests sind gefälscht. Schon deshalb, weil Ergebnisse „zu schnell“ vorgelegen haben. Hätten sie länger gedauert, wäre es aber auch nicht recht gewesen. DNA-Testergebnisse liegen innerhalb kurzer Zeit vor.1617 Viele Menschen schauen offenbar doch ein wenig zuviel in die Röhre…18
  • Es musste vermieden werden, dass ein Thai der Täter ist. Dieses Argument kann ebensowenig widerlegt werden, wie es stichhaltig ist. Ich habe noch nie gehört, dass jemand behauptet hat, Thais würden niemals jemand töten. Ganz im Gegenteil, erst kürzlich wurde einer wegen Mordes zum Tode verurteilt.19 Ein weiterer Thai wurde am 3. Oktober wegen Vergewaltigung einer dänischen Frau in Pattaya verhaftet.20
  • Die Beschuldigten sehen nicht wie Mörder aus, sondern eingeschüchtert.21 Muß man dazu noch etwas sagen? Wenn man es einem potentiellen Straftäter ansehen würde, dass er eines Tages straffällig wird, könnte man die Polizei weltweit abschaffen. Nach meiner Meinung sehen sie genau so aus, wie es der offiziellen Darstellung entspricht: Sie sind junge, ihrem Trieb verfallene Menschen, die vor kurzem den größten Fehler ihres Lebens gemacht haben und das auch sehr genau wissen. Ich wäre da allerdings auch „eingeschüchtert“.
  • Das Nachstellen des Verbrechens demütigt die Opfer. Hier kann man durchaus geteilter Meinung sein, aber wie schon gesagt, das ist in Thailand bei jedem Verbrechen üblich. Die Heuchelei der Presse besteht nun darin, dass sie selbst es ist, die diese Bilder und Videos gierig benutzt, um dann anzuprangern, dass sie überhaupt aufgenommen wurden… Die thailändsiche Polizei sieht das einfach als Transparenz des Vorgangs an. Da ist keine Spur von Sensations-Hascherei. Niemand wird gezwungen, dabei zu filmen und das Resultat zu veröffentlichen – was aus nur einem Beweggrund geschieht: Ich muss der erste sein, der das twittert oder sonst irgendwie ins Internet bringt.22

Es wird also in öffentlichen Foren und Blogs behauptet, die thailändische Polizei habe unter den Augen der Weltöffentlichkeit und des britischen Botschafters alle Beweise gefälscht, um einen Täter präsentieren zu können, der ihnen politisch ins Konzept passt. Selbstverständlich ohne hieb- und stichfeste Indizien zu haben oder zumindest Primärquellen zu nennen, die einen solchen Schluß nahe legen.

Diese Produkte der „freien Meinungsäusserung“ sind alle online und abrufbar. Niemand kümmert sich darum. Was nur für meinen Standpunkt spricht, dass es keine Internetzensur in Thailand gibt. Gäbe es sie nämlich, wären die Websites längst offline oder in Thailand gesperrt und die Protagonisten hinter Gitter. Das Verlogene ist aber, dass man genau weiß, dass einem nichts geschieht und man munter weiter hetzen darf. Gleichzeitig gibt man vor, ständig in Angst vor Zensur zu leben, weswegen diese „unhaltbaren Zustände“ so schnell wie möglich zu ändern seien.23

Überdies ist das Ganze ja nicht zuende gedacht. Es wird schließlich ein Gerichtsverfahren stattfinden müssen. Derzeit handelt es sich um Beschuldigte, die noch nicht verurteilt sind. Dieses Verfahren wird (völlig zu Recht) erneut im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit stehen. Wer nun ernsthaft behauptet die Verantwortlichen würden einen derartigen Gesichtsverlust und eine tödliche Blamage vor der ganzen Welt riskieren, nur um keinen Thai als Täter präsentieren zu müssen, der sollte sich, pardon, langsam Gedanken um seine eigene geistige Gesundheit machen.

Denn eines muß doch klar sein: Die Ermittlungsbeamten, und seien sie noch so hochgestellt, würden von den politischen Machthabern sofort fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, wenn solcherlei Manipulationen offenkundig würden. Politik ist ein schmutziges Geschäft, jeder wartet auf einen Fehler des Rivalen. Mit Solidarität wäre keinesfalls zu rechnen. Und das weiß jeder Polizist vom Leutnant aufwärts sehr genau.

Meine Sicht der Dinge

Wenn Sie mich fragen, ich weiß es einfach nicht. Weder war ich dabei noch habe ich Zugriff auf die Ermittlungs­akten. Sollte sich herausstellen, dass tatsächlich in nennenswertem Umfang manipuliert worden ist, wäre ich entsetzt. Ich glaube das allerdings nicht. Für mich klingt die offizielle Darstellung nicht nur glaubwürdig sondern auch logisch nachvollziehbar.

Ein junges Paar, 23 und 24 Jahre alt – die späteren Opfer –, entschließt sich unter dem Einfluss euphorischer Urlaubsstimmung zu einem spontanen Liebesspiel am vermeintlich einsamen Strand. Wer länger in Thailand lebt weiß, dass man so gut wie nie irgendwo alleine und unbeobachtet ist, ausser im eigenen Haus, weil es immer warm ist und sich das Leben meist im Freien abspielt, auch spät nachts.

No Sex on the beach
Gut gemeint, aber leider zu spät…

Sie werden dabei beobachtet von drei burmesischen Arbeitern, die ihren Feierabend ebenfalls am Strand verbringen. Zu diesem Moment war sicher noch kein Mord geplant. Einer von den dreien gerät in sexuelle Erregung. Das was er sieht, wird er sich niemals leisten können. Es wäre reine Spekulation, die Gefühle, die in diesem Mann aufwallen, beschreiben zu wollen. Möglicherweise bringt die Gerichtsverhandlung hier etwas Licht ins Dunkel.

Er beginnt an seinem „Beobachtungsposten“ zu masturbieren und wird dabei höchstwahrscheinlich von dem Liebespaar bemerkt. Da Voyeurismus keinesfalls willkommen ist, kommt es zur Begegnung und kurz darauf (der Täter hat eine Hacke als Waffe) zur tödlichen Konfrontation mit dem männlichen Opfer.

Zu diesem Zeitpunkt dürfte dem Täter die Steuerungsfähigkeit komplett abhanden gekommen sein, was ihn keineswegs entschuldigt. Er entschließt sich, das weibliche Opfer zu vergewaltigen und, nachdem es ihm seine Komplizen gleichgetan haben, es anschließend zu töten sowie die Wertsachen zu stehlen.

Soweit die offizielle Verlautbarung der thailändischen Polizei. So tragisch und grausam das Verbrechen auch ist, am offiziellen Tathergang klingt nichts gestellt oder fabriziert. Genauso könnte es gewesen sein. Wenn es anders gewesen sein sollte, wird das hoffentlich ein Gericht klären. Bis es soweit ist, sollten sich „Hobby-Krimina­listen“ und Verschwörungstheoretiker, die in Thailand und übrigens auch in Deutschland grundsätzlich immer alles besser wissen als die ermittelnde Polizei, sich mit hanebüchenen Vermutungen allerdings zurückhalten.

Das weitaus größte Problem aber sind die „sozialen Medien“ samt verantwortungslosen Bloggern und Foristen, die so ein international beachtetes Verbrechen zum willkommenen Anlass nehmen, im Minutentakt halbgare, unbewiesene und sogar falsche Nachrichten zu verbreiten. Es werden nur noch Stichworte gebloggt, Zusammen­hänge gehen verloren und die meisten Leser wissen kaum mehr, was sie glauben sollen. Von menschlichen Tragödien bleiben nur noch Buzz-Words übrig. Alles zu Ehren des „Klick-Gottes” mit seinen Werbeeinnahmen.

Wer will es da einfachen Polizisten verübeln, wenn auch sie falsche Informationen in die Welt posaunen (die ihre Vorgesetzten dann widerrufen müssen) nur um ihre Namen auch einmal in einer Online-Zeitung zu sehen? Eine ungute und äußerst gefährliche Mixtur. Zuviel Information ist schlechter als gar keine.

Dieser Artikel ist sehr lang geworden und ich werde ihn, wenn es die Geschehnisse erfordern, aktualisieren. Die Updates werden natürlich komplett dokumentiert sein.

  1. Taking the road less traveled (vom 1. März 2012)
  2. Artikel der Bangkok Post vom 4. Oktober 2014 — Koh Tao has more than 7,000 migrant workers, but employers have only registered about 4,000 of them, Maj Gen Thinachat said.
  3. Artikel in der Bangkok Post vom 16. September 2014
  4. Phuket Wan (vom 16. September 2104) — „So far, no leads have been discounted. There is no sense that the investigation is focused on Burmese workers, local residents, or a fellow traveller.“
  5. Artikel in der Bangkok Post (vom 17. September 2014)
  6. British backpacker arrested for suspected murder of fellow Britons at Koh Tao (vom 17. September 2014)
  7. DNA test clears British suspect from Koh Tao murders (vom 18. September 2014)
  8. A 23-year-old Thai suspect was arrested Sunday for an unspecified drug offense… (vom 21. September 2014)
  9. Thailands Regierungschef empört mit Bikini-Kommentar (vom 18. September 2014) — Die Aussage des thailändischen Regierungsschefs ist sehr unglücklich geraten, enthält aber einen allzu wahren Kern. Die Ignoranz von Urlaubern gegenüber den Werten und Gebräuchen anderer Kulturen hat durch den weltweiten Billig-Massentourismus ein Maß ererreicht, das in der Tat für viele Regionen unerträglich geworden ist. Das entschuldigt natürlich keine Straftaten, aber ich sehe die Regierungen der Urlauberherkunftsstaaten durchaus in der Pflicht, hier massiv gegenzusteuern. Ich möchte jeden Urlauber daran erinnern, dass er nur Gast im Land ist. Oft sind es die selben Menschen, die im Heimatland eine vollkommende Anpassung der Zuwanderer an die heimische Kultur erwarten.
  10. Confessions to murder of two British backpackers in Thailand reported (vom 2. Oktober 2014)
  11. Thailand police make alleged killers re-enact murders of British tourists (Video vom 3. Oktober 2014)
  12. Koh Tao murder – they didn’t do it! – say Burmese (vom 3. Oktober 2014)
  13. Boiling water and beatings – claim firends of burmese (vom 3. Oktober 2014)
  14. Koh Tao Murders: Accused recant confessions, tell embassy lawyer they were tortured (vom 7. Oktober 2014)
  15. Prosecutors seek changes (The Nation vom 9. Oktober 2014)
  16. Wie ist die durchschnittliche Bearbeitungsdauer einer DNA-Analyse beim Landeskriminalamt? — Die Bearbeitungszeit einer DNA-Analyse kann mit ca. zwei Tagen angesetzt werden.
  17. Polymerase-Kettenreaktion — Die Polymerase-Kettenreaktion (englisch Polymerase Chain Reaction, PCR) ist eine Methode, um die Erbsubstanz DNA in vitro zu vervielfältigen. Dazu wird ein Enzym verwendet, die DNA-Polymerase. Der Begriff „Kettenreaktion” beschreibt in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Produkte vorheriger Zyklen als Ausgangsstoffe für den nächsten Zyklus dienen und somit eine exponentielle Vervielfältigung ermöglichen.
  18. Der CSI-Effekt
  19. Death term for train killer (The Nation vom 1. Oktober 2014)
  20. Suspect arrested following sexual assault of Danish woman in Pattaya (vom 4. Oktober 2014)
  21. Weil sie angeblich gefoltert wurden. Siehe hierzu die Fußnote Nr. 13 – eine Theorie, die von keiner einzigen Primärquelle gestützt wird.
  22. Google Bildersuche nach dem Begriff „koh tao murder“ – es sind meist die selben, von tausenden Quellen ungeprüft übernommen, kopiert, verdoppelt, verdreifacht, vertausendfacht. Wir brauchen die tägliche Sensation wie die Luft zum atmen. Lesen und Schreiben ist viel zu anstrengend!
  23. Sobald eine Website in Thailand einmal nicht erreichbar ist, geht Minuten später ein Aufschrei durch die Thailand-Forenwelt. „Zensur! Schon wieder was geblockt.“ Nach kurzer Zeit stellt sich heraus, dass eine ganz normale technische Störung verantwortlich war. „Egal, die werden schon irgendwas damit zu tun gehabt haben. Es wurde halt schnell wieder aufgehoben, damit es keiner merkt.“ Ich dagegen wage zu behaupten, dass keine einzige Webseite in Thailand blockiert ist, außer sie enthält harte Pornografie oder äußert sich kritisch über das thailändische Königshaus.