Bei Anruf: Essen auf Rädern

In Bangkok gibt es zwar keinerlei Probleme, zu jeder Tages- und Nachtzeit etwas zu beissen aufzutreiben. Das Problem ist nur – fast jeder Programmierer wird das bestätigen können – man kommt oft nicht von der Tastatur weg, ernährt sich von irgendwelchen Süssigkeiten und Cola oder Kaffee, und kaum hat man sich in ein Problem vertieft, ist es 23 Uhr und die Lust, noch in ein Restaurant zu gehen, tendiert gegen Null.

Food By PhoneFood by Phone, ich habe das erst kürzlich durch Zufall entdeckt, obwohl es die Firma schon seit 1998 gibt, ist da geradezu ideal. Es ist nicht einfach nur ein Pizza-Service (obwohl es natürlich auch Pizza gibt, aber das wird sehr schnell langweilig), sondern man kann unter Dutzenden verschiedener Restaurants wählen und hat somit die Qual der Wahl zwischen Hunderten von Gerichten.

Das Prinzip ist denkbar einfach. Man registriert sich online, wählt ein Restaurant oder ein Land, auf dessen Spezialitäten man gerade Lust verspürt, oder man nimmt einfach ein Gericht aus der Top-50-Liste. Ein Motorrad-Taxi holt das Essen beim jeweiligen Restaurant ab und liefert es direkt an den Arbeitsplatz. Die Lieferung kostet im Stadtgebiet von Bangkok 60 Baht (etwa 1,50 €), für das Gericht selbst zahlt man genauso viel wie im jeweiligen Restaurant. Man kann auch telefonisch bestellen.

Ein Motorrad ist in Bangkok das schnellste Fortbewegungsmittel. Nach spätestens einer Stunde steht der Bote auf der Matte und das Essen auf dem Schreibtisch. Kalt wird es meistens nicht – dafür sorgen schon die Aussen­temparaturen. Und wenn doch, ist es in der Mikrowelle nach zwei Minuten wieder heiss.

Bestellt man öfter als fünfmal im Monat, lohnt sich eine VIP-Karte. Sie kostet 1.295 Baht (etwa 30 €) und man hat dann die Wahl zwischen kostenfreier Lieferung und/oder anderen Rabatten. Bezahlen kann man entweder bei Lieferung in bar oder online mit Kreditkarte. Ein Trinkgeld für den Boten ist zwar nicht vorgeschrieben, aber die Jungs freuen sich natürlich über 20 Baht (etwa 0,50 €). Ein durchdachtes und wirklich funktion­ieren­des System und eine sehr gute Idee. Und gleich gibt es ein „German Pork Escalope (Coated with Bread­crumbs)“ von Bei Otto in der Sukhumvit. Ein Schnitzel habe ich in Thailand schon ewig nicht mehr gegessen.

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